AI Policy2026-10-18The Verge

Meta streicht Scraping-Klausel für KI-Training

Meta hat aus seinen Geschäftsbedingungen Formulierungen gestrichen, die Kritiker als weitreichende Erlaubnis verstanden, Websites – darunter Nachrichtenangebote – für das Training von KI zu scrapen. Laut The Verge kam die Änderung nach Gegenwind von Verlagen und anderen Rechteinhabern im Web. Die ursprüngliche Formulierung bezog sich auf Inhalte von Domains und Webseiten. Das alarmierte News-Organisationen, die schon länger befürchten, dass KI-Systeme ihre Arbeit ohne Bezahlung oder klare Erlaubnis nutzen. Die Sorge reicht über juristische Formulierungen hinaus. Verlage sehen Traffic von Such- und Social-Plattformen unzuverlässiger werden, während KI-Zusammenfassungen und Chatbots Fragen zunehmend beantworten, ohne Nutzer zu den Originalquellen zu schicken. Jede Klausel, die massenhaftes Scraping zu erlauben scheint, kann deshalb wie eine existenzielle Bedrohung wirken. Metas Überarbeitung mag akute Verwirrung reduzieren, beendet aber den größeren Konflikt um Scraping, Lizenzierung, Fair Use und Vergütung für KI-Trainingsinhalte nicht. Der Fall zeigt auch, wie öffentlicher Druck Unternehmenspolitik prägen kann. Selbst wenn Metas Bedingungen jetzt enger sind, bleibt die Spannung: KI-Firmen wollen Daten, Verlage wollen Kontrolle und Einnahmen. Regierungen und Gerichte arbeiten noch an den Regeln. Vorerst ist die Streichung ein taktischer Rückzug, keine endgültige Lösung – Rechteinhaber dürften KI-Trainingsrichtlinien weiter genau auf Übergriffigkeit prüfen.

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