AI Business2026-10-26TechCrunch AI

Ökonom: KI bringt Unternehmen „null finanziellen Nutzen“

Ein Ökonom des Vermögensverwalters Apollo hat die These vertreten, dass künstliche Intelligenz den meisten Unternehmen bislang kaum oder gar keinen finanziellen Nutzen gebracht hat – trotz Rekordinvestitionen und intensivem Hype. Der von TechCrunch aufgegriffene Befund richtet den Blick auf die US-Wirtschaft jenseits der Technologiebranche: Viele Firmen experimentieren mit KI, haben diese Anstrengungen aber noch nicht in messbare Produktivitätsgewinne oder höhere Profite übersetzt. Für diese Unternehmen bleibt der versprochene Payoff weitgehend theoretisch. Die Aussage fällt mitten in eine wachsende Debatte darüber, ob die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur, Software und Personal gerechtfertigt sind. Tech-Größen bleiben langfristig optimistisch, während Finanzchefs und Investoren zunehmend fragen, wann sich der Einsatz in den Zahlen niederschlägt. Die Kluft zwischen frühen Anwendern aus der Techindustrie und dem Mainstream der Unternehmen steht im Zentrum des Streits. Viele Nicht-Tech-Firmen kämpfen mit unordentlichen Daten, Alt-Systemen, unklaren Use Cases und den Kosten für die Weiterbildung der Belegschaft – all das kann Renditen bremsen. Das Argument bedeutet nicht, dass KI nutzlos ist. Es deutet darauf hin, dass der Weg von Pilotprojekten zu unternehmensweiter Produktivität länger und komplizierter ist, als Marketingbotschaften nahelegen. Manche Ökonomen erwarten, dass die Effekte nach und nach sichtbar werden, wenn die Tools besser werden und Organisationen ihre Arbeitsabläufe darauf umbauen. Andere sorgen sich, dass die Ausgaben der Evidenz davongelaufen sind. Vorerst geht es in der Debatte weniger darum, ob KI wichtig ist, als um das Timing: wie lange Investoren warten sollten, welche Branchen zuerst profitieren und ob sich die aktuellen Budgets vor klaren Finanzergebnissen rechtfertigen lassen. Die Antwort wird Unternehmensstrategie und Markterwartungen in den kommenden Jahren prägen.

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